Aufräumen am Kuckucksweg

Am 29. Juli traf sich die Raibacher Kuckuckweg-Arbeitsgruppe mit Eberhard Bauer, Wolfgang Klose, Karl von Krezmar, Willi Schäfer, Barbara Waldkirch, Hennes Weiß und Reiner Michaelis (leider verhindert Felix Klinkenbergh und Christian Klose) am Buschelstadion, dem Startpunkt des beliebten Wanderweges. Nach langer Pandemie-Abstinenz war es Zeit, sich wieder einmal zu treffen, den Rundweg zu inspizieren, im Steinbruch die wuchernden Brombeersträucher zurückzuschneiden und in der Schutzhütte bei einer kleinen Vesper weitere Aktivitäten abzusprechen.

Gut gelaunt gings am späten Nachmittag los, und schon am Ausgangspunkt war deutlich, dass die Übersichtskarte auf der ersten Info-Tafel nicht mehr ganz den aktuellen Gegebenheiten entspricht. Sie soll erneuert werden. Das gilt auch für zwei weitere Tafeln im weiteren Verlauf, denn sie sind nicht mehr ansehnlich bzw. waren bereits vor Jahren notdürftig repariert worden. Das soll noch im Herbst mit dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald abgestimmt werden. 300 Meter weiter, unterhalb der Streuobstwiesen am Buschel, steht eine alte, sehenswerte Eiche. Die soll frei gestellt und mit einem Raibacher Sandstein samt Kuckucksmotiv kenntlich gemacht werden - dem besonderen Merkmal, das an vielen Stellen die bestens gepflegten OWK-Wegemarkierungen ergänzt.

Entlang des Weges über den „Buschel“ bis in den Wald hinein fielen mehrere Stellen auf, an denen Starkregen extrem viel Ackerland über den Weg weggespült hat. Wasser, das früher in den Hohlen abfloss, schießt nun durch Maisfelder talwärts. Das ist, darüber war sich die Gruppe einig, zwar nicht gefährlich oder bedrohlich, sollte aber - angesichts der zunehmenden Wetterereignisse - ebenso im Blick des vorsorgenden Katastrophenschutzes bleiben wie das Rückhaltebecken im Börnchesgraben.

Die hölzerne Kennzeichnungstafel für „die Buche“ war heruntergefallen und soll kurzfristig wieder montiert werden.

Im Steinbruch vorherIm Steinbruch nachher

Angekommen im Steinbruch, präsentierte der sich nach 2 Jahren der Nicht-Pflege sehr „natürlich“, also nach menschlichem Ermessen zugewuchert mit kleinen Birken und vor allem Brombeersträuchern (li.). Dort, wo Sandsteine eine kleine Sitzgruppe bilden und ein Pfad zur Infotafel führte, war nur stacheliges Grün. Mit Hecken- und Astscheren, kleiner Baumsäge und Rechen wurde unter fachlicher Begleitung des ehemaligen Försters in gut 1,5 Stunden gemeinsamer Arbeit alles frei geräumt (re.)

Eine deftige Brotzeit und Plauderei bis in die Dämmerung beendete die abendliche Aktion. Der Weg selbst, darüber war man sich einig, ist dank regelmäßiger Pflegearbeiten einiger AG-Mitglieder und der Stadt Groß-Umstadt in tadellosem Zustand. Das soll auch so bleiben, und dafür wird sich die Gruppe weiterhin aktiv und unkompliziert einsetzen. Und wenn Corona es erlaubt, werden alle Raibacher im Frühjahr 2022 zu einem Steinbruchfest eingeladen.