Kelterfest lockt zahlreiche Gäste

Einladung an der StraßePomologe Werner NussbaumKleine SortenübersichtAn der KelterBeim elften Kelterfest der Dorf AG hieß es bei schönstem Wetter und guter Stimmung Probieren, Genießen und Mitmachen. Viele Gäste waren der Einladung gefolgt und haben eigenes Obst gekeltert und abgefüllt, zum Preis des "Zehnten" der Mostmenge, der von den Veranstaltern direkt verkauft wurde bzw. für die Herstellung leckerer Apfelprodukte dient.

Kaum eine Pause hatte auch der eigens eingeladene Pomologe Werner Nussbaum, der vielen Besuchern beim Bestimmen ihrer Apfelsorte half und seine Kompetenz schon nach einigen Blicken ins Kerngehäuse oder einer Geschmacksprobe unter Beweis stellte. Sie heißen Brettacher, Goldparmäne, Rote Sternrenette oder Winterglockenapfel, keine Sorte bleib unerkannt. Viele hier übliche Sorten waren zudem ausgestellt und konnten begutachtet und verglichen werden.

Stadtarchiv - Bauplätze entlang der Straße UnterdorfAn beiden Tagen war das im Schulgebäude untergebrachte historische Stadtarchiv geöffnet. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, in den Dokumenten aus „Raibach vor 50 Jahren“ zu stöbern, sich an frühere Zeiten zu erinnern und den Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte nachzuspüren.

Auch die Geselligkeit und das Kulinarische kamen nicht zu kurz: Weithin bekannt sind die Kuchen sowie das von einer in Raibach lebenden afghanischen Familie beigesteuerte Bohnengericht. Ganz neu entworfen wurde der alkoholfreie Cocktail „Apfellinchen“ mit frischem Most, gekühlt mit Apfelmost-Eiswürfeln. „Unser Renner dieses Jahr“, hieß es an der Theke, wo es neben dem „Apfelluder“ auch das „Landfrauenglück“ zu testen gab.

Das Kartoffelpuffer-TeamSehr viele Hände tragen immer wieder zum Gelingen bei, denn für das Ergebnis wird Tage im Vorhinein kräftig mit angepackt, gibt es unter anderem jede Menge Äpfel und Kartoffeln zu schälen, Gelee und Apfelbrei zu kochen, zu den fast schon legendären Reibekuchen. „Wir haben 175 Kilo Kartoffeln verarbeitet“, berichtete Hildegard Anbau vom Team aus fünf bis sechs Frauen, „dazu mindestens 20 Kilo Zwiebeln und 150 Eier“. Mit großer Begeisterung hatten die Raibacher Kindergartenkinder im Vorfeld Äpfel auf den Streuobstwiesen oberhalb des Dorfes gelesen.